Bunte Seite: Neues in der Apotheke: Diese Änderungen gelten zum Stichtag 1. Januar 2020

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Ab 2020 greift ein weiteres Maßnahmenpaket des Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) und bringt Neuerungen bei der Notdienstvergütung, der Medikamentenversorgung chronisch Kranker und Grippeimpfungen.

 

Bereits am 22. Oktober 2019 trat der erste Teil der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mitgetragenen Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) in Kraft. Seitdem sind Botendienste durch niedergelassene Apotheken eindeutig geregelt. Dank der Aut-idem-Regel dürfen Apotheken nun Privatversicherten, Beihilfeempfängern und anderen Selbstzahlern, abweichend zur Verordnung, wirkstoffgleiche Arzneimittel mit identischer Wirkstärke und Packungsgröße ausgeben. Zum 1. Januar 2020 hat Spahn im Rahmen des Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) weitere Änderungen angekündigt: „Wir halten, was wir versprechen. Fachkompetenz und Einsatz müssen sich lohnen. Deshalb erhöhen wir zum 1. Januar 2020 die Zuschläge für Apotheken-Notdienste sowie für die Abgabe von Betäubungsmitteln und besonders dokumentationsaufwändigen Arzneimitteln. Apotheken in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten haben häufiger Notdiensteinsätze als Apotheken im Stadtzentrum. Das wollen wir besser honorieren. Denn die Apotheke vor Ort ist ein Stück Heimat.“ Die zunächst gute Nachricht für Apothekenkunden: Anfallende Mehrkosten sollen vor allem durch die Krankenkassen übernommen werden. Inwiefern diese jedoch durch künftige Anpassungen der GKV-Beiträge die Mitglieder daran beteiligen (dürfen), bleibt abzuwarten. Der Notdienstzuschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel steigt zum 1. Januar von 16 auf 21 Cent, die Notdienstpauschale bei dokumentationspflichtigen Medikamenten wie Betäubungsmitteln wird von 2,91 Euro auf künftig 4,26 Euro angehoben. 

 

Vereinfachte Medikamentenversorgung für chronisch Kranke 

 

Bei der Ausstellung von Dauerrezepten können Patienten mit anerkanntem Pflegegrad oder chronischen Krankheiten ab 2020 von ihrem Arzt eine sogenannte Wiederholungsverordnung anfordern. So können Patienten bis zu vier Rezepte in einer einzigen Verordnung erhalte. Diese macht es möglich, nach dem Verbrauch einer Packung in der Apotheke bedarfsgerecht Nachschub zu erhalten, ohne jedes Mal aufs Neue zuvor die Sprechstunde des Arztes aufsuchen zu müssen!

 

Grippeimpfung in der Apotheke

 

Auch wird das Dienstleistungsspektrum in der Apotheke im Rahmen regionaler Modellversuche testweise erweitert. In ausgesuchten Apotheken bekommen Patienten ab 2020 die Möglichkeit, sich in der Apotheke gegen Grippeviren impfen zu lassen. Dies stößt in den meisten Landeskammern auf positive Resonanz. Neben einer Entlastung der Ärzte spricht der Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer Friedemann Schmidt von einem potenziell bedeutenden Kundenbindungsinstrument. Der persönliche Kontakt in der Apotheke werde künftig immer bedeutender: „Impfen schafft einen Begegnungsanlass in der Apotheke.“

 

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