WebCollege
Webinare

Freies Textfeld für persönliche Informationen...
z.B. der Apothekenleitung an die Mitarbeiter...


TOP-Story: Zahl der Cannabis-Rezepte sprunghaft angestiegen

Beschreibung

Seit übereinem Jahr dürfen Ärzte schwerkranken Patienten Medizinalhanf auf Rezept verschreiben.Die Zahl der eingereichten Cannabis-Verordnungen ist seither sprunghaftangestiegen. So geht aus aktuellen Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts(DAPI) hervor, dass nach der Gesetzesänderung am 10. März 2017 Apothekeninnerhalb von zwölf Monaten rund 71.000 Cannabis-Einheiten auf Kosten derKrankenkassen abgegeben haben.

Während imersten Quartal 2017 noch 564 Abgabeeinheiten verzeichnet wurden, belief sichdiese Zahl im ersten Quartal 2018 schon auf über 26.329 Einheiten.Aussagekräftig auch, dass das DAPI lediglich Rezepte der gesetzlichenKrankenkassen berücksichtigt hat, Behandlungen auf Privatrezept kommen alsonoch dazu.

Auchwenn der Mehrwert für Patienten durchaus positiv eingeschätzt wird, sind vieleApotheker von der Zunahme der Cannabis-Rezepte nicht gerade begeistert. Nacheiner aktuellen APOkix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung, bei der 200Apotheker repräsentativ befragt wurden, befürwortet nach wie vor nur eineknappe Mehrheit die Gesetzesänderung aus dem vergangenen Jahr. Dies entsprichtin etwa den Umfrageergebnissen vom Sommer 2017.

Ein Grund für die zurückhaltende Beurteilung ist sicherlich,dass die Versorgung mit Cannabinoiden mit einem hohen Arbeitsaufwand für dieApotheker verbunden ist. Hinzu kommen Lieferengpässe und die Gefahr vonRetaxationen. Besonders aufwändig gestaltet sich zum Beispiel die Verarbeitungvon Cannabisblüten. Weil sie seit der Reform offiziell als Rezepturarzneimittelgelten, muss jedes einzelne importierte Liefergefäß geöffnet und mit zeitintensivenund teils teuren Verfahren auf seine Identität geprüft werden.

Mehraufwand für den Pharmazeuten bedeutet auch diesorgfältige Kontrolle der eingereichten Cannabis-Rezepte und eine unterUmständen notwendige Korrektur der Angaben. Medizinischer Hanf unterliegt demBetäubungsmittelgesetz (BtMG). Wie ein BtM-Rezept auszusehen hat, ist gesetzlichdaher genau festgeschrieben. Formfehler schleichen sich hier schnell ein undführen leicht zu Null-Retaxationen. Lieferengpässe sind ebenfalls weitverbreitet. Nach der aktuellen APOkix-Umfrage hatten sechs von zehn befragtenApotheken seit März 2017 bereits häufiger mit diesem Problem zu tun.

Offenbarwurde die Zahl der Anträge auf Cannabis-Verordnungen, die nach Inkrafttretendes Gesetzes bei den Krankenkassen gestellt wurden, unterschätzt und liegt weithöher als erwartet. Die Niederlande und Kanada, aus denen der Medizinalhanfderzeit importiert wird, kommt mit der Lieferung – trotz Erhöhung der Anbaukapazitäten– kaum nach.

DieHoffnung beruht nun darauf, dass Cannabis in Deutschland direkt angebaut wird undsich die Versorgungslage so verbessern könnte. Das Bundesinstitut fürArzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) musste jetzt allerdings das erste Ausschreibungsverfahrenfür den Anbau stoppen. Dadurch ist mit einer Ernte in Deutschland wohl nichtvor 2020 zu rechnen.

Preis, Termin & Ort

0 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person

Anmeldung per Internet oder Fax

Nutzen Sie unsere Online-Buchungsfunktion unter www.apotheken-akademie.de. Hier finden Sie einen Überblick über das gesamte Fortbildungsangebot und können Sie sich direkt für ein Seminar online anmelden.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich per Fax anzumelden. Dafür bitte die Faxvorlage der Terminübersicht nutzen und ggf. kopieren. Bitte pro Teilnehmer eine Kopie verwenden. Dann die vollständig in Druckbuchstaben ausgefüllte Vorlage an die AKADEMIE Dr. Graessner faxen.

Anmeldung zu Ihrer Schulung

Anmeldung zu Ihrer Schulung

*Pflichtfelder

  • Bitte beantworten Sie die Sicherheitsfrage!

Download
Informationen und Fax-Anmeldung


Alle Informationen rund um das Seminar sowie die Möglichkeit zur Anmeldung per Fax, erhalten Sie mit dem Download des nachfolgenden PDFs (ca. 145 KB).

Haben Sie Fragen?