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Verschlüsselung-Trojaner „Locky“ – Weiterhin hohes Gefährdungspotential

Beschreibung

Der Erpressungs-Trojaner „Locky“ verbreitet sich insbesondere in Deutschland rasend schnell: Über 5000 Neuinfektionen pro Stunde wurden gezählt. 

„Locky“ ist erpresserische Schadsoftware (Ransomware) die Daten verschlüsselt und dadurch unbrauchbar macht. Verschlüsselte Dateien werden mit der Dateiendung „.locky“ versehen. Die Daten werden dabei nicht nur auf dem infizierten Rechner selbst verschlüsselt, sondern auch alle Daten, auf die der infizierte Rechner einen Zugriff hat (z.B. USB-Datenträger, Netzwerkfreigaben, SD-Karten, Cloud-Speicher etc.).

Nach der Verschlüsselung fordert ein Erpresserschreiben zur Lösegeldzahlung auf, wonach die Dateien mit einem Tool wieder entschlüsselt werden können. Ob nach der Zahlung tatsächlich eine vollständige Entschlüsselung möglich ist, ist bisher nicht allumfassend bestätigt. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) rät, keine Zahlungen zu leisten und Anzeige zu erstatten

Wie kommt Locky auf das System?

„Locky“ versteckt sich derzeit als Trojaner getarnt in E-Mail-Anhängen (z.B. Dokumente, Fax, MP3, PDF etc.). Durch öffnen einer solchen Datei aktiviert sich „Locky“ und beginnt die Verschlüsselung der Daten. 

Wie kann man sich gegen Locky schützen?

  • Beim Öffnen einer E-Mail immer auf den Absender achten! Ist Ihnen dieser bekannt und vertrauenswürdig?
  • Niemals Dokumente in E-Mail Anhängen aus unbekannten Quellen öffnen
  • Eine gesunde Portion Skepsis an den Tag legen, wenn
E-Mails von unbekannten Absendern stammen
sich in E-Mails gravierende Rechtschreibfehler befinden
sich Rechnungen im Mail Anhang befinden
beim Surfen Installationsaufforderungen von Webseiten ausgehen
in Office Programmen zur Aktivierung von Makros aufgefordert wird

  • Daten regelmäßig auf USB-Datenträger sichern, diesen aber keinesfalls auf Dauer mit dem Rechner verbunden lassen
  • Nicht mit dem Windows Administrator Account arbeiten, einen Windows-Benutzer mit eingeschränkten Rechten verwenden
  • Regelmäßige Installation von Windows Updates und Patches durchführen
  • Virenscanner auf jedem Rechner installieren und auf regelmäßiges Update der Virensignaturen achten

Welchen Grundschutz bietet das von PHARMATECHNIK gelieferte System und deren Systemkomponenten?

  • Integrierte, automatische Datensicherung und/oder Datensicherung auf externe USB-Medien
  • Virenscanner auf allen Rechnern, mit regelmäßiger Aktualisierung
  • Regelmäßige Betriebssystemaktualisierungen aller Rechner
  • Eingeschränkte und nur für den Betrieb erforderliche Benutzerrechte (keine Verwendung von Admin Rechten)

Was tun, wenn Locky gerade auf einem Rechner Daten verschlüsselt?

  1. Maßnahme: Netzwerkkabel ziehen
  2. Maßnahme: USB-Datenträger abstecken
  3. Maßnahme: Rechner herunterfahren
Schalten Sie nur im äußersten Notfall den Rechner sofort aus!


Wie lauten die Empfehlungen von PHARMATECHNIK?

  • Regelmäßige Datensicherung
  • Zur Datensicherung immer mehr als nur ein Sicherungsmedium verwenden
  • Wachsam sein

Weiterführende Informationen zum Thema:

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