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z.B. der Apothekenleitung an die Mitarbeiter…

Top Story: November 2017

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Beschreibung

Apotheker

und Personal in der Verantwortung – Kundengeheimnisse weitergeben ist

justitiabel

 

Nicht nur Ärzte müssen gegenüber Dritten Stillschweigen über ihre Patientenkenntnisse bewahren; eine entsprechende gesetzliche Vorschrift existiert für sämtliche Vertreter von Heilberufen, also auch für Apotheker. Unmissverständlich

nimmt § 203 des Strafgesetzbuches hierauf Bezug: „Wer unbefugt ein fremdes

Geheimnis, namentlich ein zum persönlichen Lebensbereich gehörendes Geheimnis

oder ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis, offenbart, das ihm als (…)

Apotheker anvertraut worden oder sonst bekannt geworden ist, wird mit

Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

 

Was für Apotheker bindend ist, könnte künftig auch auf deren

Angestellte zutreffen. Im gleichen Paragrafen werden auch die „berufsmäßig

tätigen Gehilfen und die Personen gleich[stehen], die bei ihnen zur

Vorbereitung auf den Beruf tätig sind“ in die Pflicht genommen. Neben der

gesetzlich verordneten

Schweigepflicht drohen besonders auskunftsfreudigen Mitarbeitern weitere

Strafen, zumal zeitgemäße Arbeitsverträge in der Regel eine entsprechende

Verschwiegenheitsklausel beinhalten. Neben den strafrechtlichen Folgen können bei

Weitergabe von sensiblen Patienteninformationen mitunter zusätzlich

arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen – mit möglicherweise fatalen Auswirkungen

auf die weitere Berufsausübung. Im Fall

eines kürzlich entschiedenen Gerichtsprozesses durch das Landesarbeitsgericht

Baden-Württemberg erfolgte beispielsweise die fristlose Kündigung einer

medizinischen Fachangestellten, die Gesundheitsdaten einer Patientin

fotografiert und per WhatsApp mit dem Kommentar – „...was die schon wieder hat“

– an ihre Tochter geschickt hatte.

 

Der Rechtsstreit eignet sich hier durchaus als Präzedenzfall,

ist er doch auf sämtliche Angestellte im Ärzte- und Apothekenumfeld übertragbar

und kann so auch auf die Verschwiegenheitspflicht von PTAs, aber auch z. B. von

Kurieren oder Reinigungskräften ausgedehnt werden. Wichtig in diesem

Zusammenhang: Apothekenbesitzer haben eine klar definierte Informationspflicht

gegenüber ihren Mitarbeitern und sollten dabei in jedem Fall ihr gesamtes Personal miteinbeziehen. Die Berufsordnungen

der Apotheker sehen hier vor, dass diese ihr Personal über die gesetzliche

Pflicht zur Verschwiegenheit belehren und dies entsprechend dokumentieren

müssen. Vor diesem Hintergrund kann es im Zweifelsfall durchaus angeraten sein,

die eigenen Mitarbeiter noch mal darauf hinzuweisen, wie wichtig es gerade im

Zeitalter sozialer Netzwerke ist, sorgsam und überaus diskret mit Informationen

umzugehen, welche die eigenen Kunden betreffen.

 

 

 

 

 

 

 

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