Akademie
Seminare

Freies Textfeld für persönliche Informationen ……
z.B. der Apothekenleitung an die Mitarbeiter…

Top Story Oktober 2017

|   Newsletter-Artikel

Seminar
Beschreibung

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Gesundheitspolitik in den Wahlprogrammen der kommenden Bundestagsparteien

Die kommende

Legislaturperiode bringt mit sechs Fraktionen eine Parteienvielfalt mit sich,

wie sie seit 1949 noch nie dagewesen ist. Gerade in der Gesundheitspolitik gibt

es mit der anhaltenden Forderung nach einem Versandverbot für RX-Präparate und

der zunehmenden Konkurrenz ausländischer Online-Apotheken genügend

Problemstellungen für die politischen Entscheidungsträger. Hier erhalten Sie

die grundsätzlichen Vorhaben gemäß der Wahlprogramme der Bundestagsparteien

nach Fraktionsstärke.

 

CDU/CSU

 

Im Wahlprogramm der stärksten Bundestagsfraktion ist das

Thema Gesundheit eher vernachlässigt worden. Es finden sich keine konkreten

Aussagen zu Arzneimitteln oder der Apothekenbranche. Auch das Thema

Kostenentwicklung in der Gesundheitsversorgung findet keine Erwähnung. Ein

klares Bekenntnis zum Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen

Arzneimitteln wurde indes in das Wahlprogramm aufgenommen, ebenso wie die

Zusage, die Sicherung der Versorgung durch ortsnahe Apothekenangebote zu

unterstützen.

 

SPD

 

Allgemein möchten die Sozialdemokraten die Einführung einer

Bürgerversicherung und der Paritätischen Finanzierung des Gesundheitswesens

durchsetzen. Darauf aufbauend möchte man die gleiche medizinische Versorgung

für alle Bundesbürger vorantreiben: Medizinische Neuerungen sollen schnell und

zu fairen Preisen für alle Menschen bundesweit verfügbar sein. Konkret werden

hier die Arzneimittelpreise kritisiert, die in Deutschland im europäischen

Vergleich in der Spitzengruppe liegen. Preise dürften nicht durch den Markt

bestimmt werden, sondern auch ethisch vertretbar sein: „Aus diesem Grund muss

immer neu bestimmt und analysiert werden, ob neue Medikamente sicher und

notwendig sind und welche Preise dafür aufgerufen werden können.“ Stehen hier empfindliche

Preisregulierungen zur Debatte?

 

AFD

 

Ganze sechs ihres knapp 70-seitigen Wahlprogramms widmet die

AFD dem Thema Gesundheitspolitik. Dort wird unter der Überschrift „Unser

Gesundheitssystem ist in Gefahr“ die Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens

als durch allgemeine politische Fehlentwicklungen bedroht charakterisiert.

Obwohl die AFD im Wahlkampf immer wieder auch die Apothekenbranche mit Aussagen

zum Thema Online-Versandhandel etc. gezielt angesprochen hat, finden sich im

Wahlprogramm letztlich keinerlei Bekenntnisse zum Erhalt der inhabergeführten

Apotheke vor Ort, dem Rx-Versandverbot oder einer Erhöhung von Apothekenhonoraren.

 

FDP

 

Die Liberalen treffen überhaupt keine Aussagen zur pharmazeutischen

Branche. Beim Thema Online-Apotheken strebt die FDP eine Stärkung der

inhabergeführten Apotheken durch faire Rahmenbedingungen zwischen Apotheken und

Versandapotheken ohne pauschales Versandhandelsverbot von rezeptpflichtigen

Arzneimitteln an. In puncto Kosten für Arzneimittel möchte man eine Aufhebung

der Übertragung des GKV-Erstattungsbetrages auf das Arzneimittelgesetz als

Höchstpreis für Selbstzahler durchsetzen.

 

Die Linke

 

Auch die Linke setzt sich für die Einführung einer

Bürgerversicherung ein. Bei der Arzneimittelversorgung lehnt man Apothekenketten,

vor allem solche in der Hand von Aktiengesellschaften, grundsätzlich ab.

Außerdem sollen durch eine Begrenzung des Versandhandels mit Arzneimitteln die wohnortnahen

Versorgungsstrukturen gestärkt werden.

 

Die Grünen

 

Wie auch die übrigen sozial orientierten Parteien steht der

Aufbau einer Bürgerversicherung im Wahlprogramm der Grünen. Zur Stärkung des Pharma-Standortes

Deutschland soll zudem die Forschung im Bereich alternativmedizinische

Verfahren mit anerkannten Methoden stärker ausgebaut werden. Zum Thema

Arzneimittelversorgung enthält das Grüne Wahlprogramm keinerlei Aussagen.

Zuzahlungen für Medikamente sollen hingegen vollständig abgeschafft werden. Der

Monopolschutz soll nicht ausgeweitet, bezüglich des Medikamentenzugangs über

TRIPS-Plus keinerlei Einschränkungen gemacht werden. Auf internationaler Ebene

möchten die Grünen Ländern

mit niedrigem und mittlerem Einkommen einen besseren Zugang zu günstigen

Generika verschaffen.

Seminar
Preis & Ort

0 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person


Anmeldung per Internet oder Fax

Nutzen Sie unsere Online-Buchungsfunktion unter www.apotheken-akademie.de. Hier finden Sie einen Überblick über das gesamte Fortbildungsangebot und können Sie sich direkt für ein Seminar online anmelden.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich per Fax anzumelden. Dafür bitte die Faxvorlage der Terminübersicht nutzen und ggf. kopieren. Bitte pro Teilnehmer eine Kopie verwenden. Dann die vollständig in Druckbuchstaben ausgefüllte Vorlage an die AKADEMIE Dr. Graessner faxen.

Anmeldung zu Ihrer Schulung

Anmeldung zu Ihrer Schulung

*Pflichtfelder

  • Bitte beantworten Sie die Sicherheitsfrage!

Download
Informationen und Fax-Anmeldung


Alle Informationen rund um das Seminar sowie die Möglichkeit zur Anmeldung per Fax, erhalten Sie mit dem Download des nachfolgenden PDFs (ca. 145 KB).

Haben Sie Fragen?