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Tierische Selbsttherapie: Warum Spatzen Zigarettenkippen mögen

In der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichte eine Forschergruppe von der Emory University kürzlich eine aufsehenerregende Studie Jetzt anmelden

Beschreibung

Die dargestellte Tabelle enthält eine lange Liste verschiedener Tiergattungen, die sich offensichtlich verschiedenster Biopharmaka bedienen, um sich präventiv vor Parasiten zu schützen oder Beschwerden zu lindern. 

Elefanten scheinen dabei eher sanfte, naturheilkundliche Mittel zu schätzen. Regelmäßig finden Forscher konkrete Hinweise darauf, dass die Dickhäuter offensichtlich bewusst bestimmte Pflanzen fressen, um Schmerzen zu lindern. Auch die eigentlich als Karnivoren bekannten Raubtiere Tiger, Bär oder Schakal ergänzen ihre Mahlzeiten laut der Studie regelmäßig durch gesundes Obst als Nachtisch. Es scheint mittlerweile unstrittig, dass die Tiere ihren Speiseplan gezielt durch bestimmte Früchte ergänzen: offensichtlich, um Parasiten zu bekämpfen.

Auch das Sumatra-Nashorn bevorzugt zwischendurch eine eher unappetitlich schmeckende Baumrinde. Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass die Tiere die „bittere Medizin“ wohldosiert in Kauf nehmen, um die enthaltenen Tannine aufzunehmen und sich somit vor Parasiten schützen. Auch der beste Freund des Menschen hat seine eigenen Hausmittel, um Magenprobleme zu lindern. Hat der Hund sich den Magen einmal durch Völlerei oder schlechte Nahrung verdorben, konnten Forscher beobachten, dass, normalerweise verschmähte Gräser gefressen werden, um der Malaise im Verdauungstrakt Einhalt zu gebieten.

Schimpansen stellen gar ihre eigene Medizin her. Sie zermalmen Blätter ohne jeglichen Nährwert, um darin enthaltene Parasiten-feindliche Stoffe zu gewinnen.

Doch nicht nur Säugetiere scheinen gezielt pharmazeutische Wirkstoffe zu benutzen. So wunderte sich eine Forschergruppe der Universität in Mexico-City, warum sich die auf dem Campus nistenden Spatzen und Finken für die – bekanntermaßen eher gesundheitsschädlichen –  Zigarettenstummel gestresster Studenten interessierten und die stinkenden Glimmstengel gar in ihren Nestbau integrierten. Die Forscher vermuteten, dass die Kippen mehr als nur eine bloße Materialfunktion erfüllen müssten und fanden sich bestätigt. Die Forscher konnten unter Laborbedingungen nachweisen, dass der Wirkstoff Nikotin schädliche Milben von den Nestern der Vögel fernhält.

Spezielle Wärmefallen, die von den Milben bevorzugt aufgesucht wurden, entwickelten sich im Versuch zu regelrechten No-go-Areas, sobald man dort Nikotin platzierte: eine Korrelation, die sich via Feldforschung nachweisen ließ. So bestand ein kausaler Zusammenhang zwischen der Menge an verbauten Zigarettenkippen bzw. erhöhtem Nikotingehalt und einer abnehmenden Menge an Parasiten in Vogelnestern. Ob das Verhalten der Vögel  passionierte menschliche Tabakfreunde zu einem weniger schädlichen Umgang mit Zigaretten animieren kann (die Glimmstengel einfach verglühen lassen, oder ungeraucht in die heimische Bettmatratze integrieren) erscheint dabei – trotz gesundheitlicher Vorteile – eher unwahrscheinlich

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