Akademie
Produktschulungen

Freies Textfeld für persönliche Informationen ……
z.B. der Apothekenleitung an die Mitarbeiter…

Filmstars in Apotheken: Regie-Genies aus bestem Hause (Teil 3)

In einer Apothekenfamilie aufzuwachsen, ist wohl nicht immer einfach; im Hinblick auf eine Karriere auf Bühnenbrettern oder Leinwänden scheint es aber in vielfacher Hinsicht inspirierend zu sein. Jetzt anmelden

Beschreibung

Das bezeugen nicht nur etliche Film- und Schauspielstars, sondern auch einige der weltweit berühmtesten Regisseure, darunter etwa der im September 2010 verstorbene Claude Chabrol.

Der Grandseigneur des französischen Kinos war das einzige Kind des Apothekers Yves Chabrol. Sein Vater war es schließlich auch, der bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Entscheidung traf, dass sein Filius doch besser zu seinen Großeltern ziehen sollte, die damals in einem Dorf im Departement Creuse lebten: eine äußerst fruchtbare Zeit und Umgebung, in der Chabrol Junior bereits eine handfeste Vorliebe fürs Filmgeschäft entwickelte. So gründete er schon damals in einer Garage seinen ersten „Filmclub“.

Trotz seiner erkennbar cineastischen Vorlieben blieb dabei die geistige Verbundenheit zu seinem Vater erhalten. Sie drückte sich schließlich darin aus, dass er in den Zwanzigern ein Pharmaziestudium aufnahm, dieses aber, genauso wie sein Jura- und Literaturwissenschaftsstudium, nicht abschließen konnte. Stattdessen drehte er 1958 mit „Die Enttäuschten“ seinen ersten Film. Dass dabei in Chabrols Figurenkabinett – etwa in Filmen wie „Süßes Gift“ oder „Die Blume des Bösen“ immer mal wieder Apotheker auf der Leinwand auftauchten, wirkt in Anbetracht seiner Vergangenheit fast schon selbstverständlich.

Im Übrigen scheint Frankreich für Apothekersöhne mit kulturellen Ambitionen ein besonders guter Nährboden zu sein. So entstammte mit im März 2014 verstorbene Alain Resnais ein weiterer französischer Regiegroßmeister aus einer Apothekerfamilie. Auch für Resnais erwies sich die erste Kamera, die er in den Händen hatte, als schicksalhaftes Geschenk. Zusammen mit etlichen Theaterbesuchen prägten frühe Experimente mit dem Schmalfilm seinen späteren künstlerischen Werdegang. 1959 gelang es ihm in Zusammenarbeit mit den Regisseuren Emmanuelle Riva und Eiji Okada gleich mit seinem ersten Spielfilm „Hiroshima, mon amour“ einen Klassiker des französischen Kinos zu drehen. Als Anerkennung für sein cineastisches Lebenswerk erhielt Resnais 1995 den Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig und 1998 den Silbernen Bären der Berlinale.

Mit dem 2010 an Krebs verstorbenen Christof Schlingensief hat auch Deutschland einen bekannten Regisseur aus einer Apothekerfamilie aufzuweisen. Der medial zeitlebens auskunftsfreudige Schlingensief hat dieses sehr spezielle Vater-Sohn-Verhältnis filmisch („Christoph Schlingensief – Die Piloten“) wie literarisch thematisiert. Dabei schilderte er unter anderem auch sehr plastisch, wie sein Vater, ein begeisterter Amateurfilmer, die Lust an der Darstellung in ihm geweckt hatte: „Ich war acht Jahre alt und mein Vater hantierte mit seiner neuen Doppel-8-Kamera herum, machte Aufnahmen beim Familienspaziergang, im Sommerurlaub am Strand von Norderney, bei Bauer Mewes im Sauerland, überall, wo wir unterwegs waren.“

Nimmt man den Erfolg der Kinokasse als Grundlage, so gebührt wohl dem Amerikaner Sydney Pollack (1934-2008) der Ruhm, der erfolgreichste regieführende Apothekersohn aller Zeiten zu sein. Auch wer „Die drei Tage des Condor“ nicht kennt, dem sollten Blockbuster wie „Tootsie“, „Jenseits von Afrika“ oder "Die Firma“ auf jeden Fall geläufig sein. Was er rückblickend über seinen Apotheker-Dad zu sagen hat, erscheint allerdings wenig schmeichelhaft: „Als ich klein war, bin ich oft mit meinem Vater zur Arbeit gegangen. Er war Apotheker. Es war schlimm: Tagaus, tagein machte er dasselbe. Ich wollte nicht so werden, wie er, andererseits wusste ich nicht, was ich eigentlich werden wollte.“

Preis, Termin & Ort

- Uhr

0 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person

Seminar
Anmeldung zu Ihrer Schulung

Anmeldung zu Ihrer Schulung

Anmeldung zu Ihrer Schulung

*Pflichtfelder

  • Bitte beantworten Sie die Sicherheitsfrage!

Download
Informationen und Fax-Anmeldung


Alle Informationen rund um das Seminar sowie die Möglichkeit zur Anmeldung per Fax, erhalten Sie mit dem Download des nachfolgenden PDFs (ca. 145 KB).

Haben Sie Fragen?