Bunte Seite: Arzneimittelzulassungen 2019 - Neue Wirkstoffe fürs neue Jahr

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Mit der zu erwartenden Zulassung von über dreißig neuen Arzneimitteln lassen sich 2019 Krankheiten und ihre Ursachen möglicherweise noch wirksamer bekämpfen. Zu den medizinischen Schwerpunkten bei den geplanten Neuzulassungen in diesem Jahr gehören vor allem Mittel gegen Krebs und resistente Bakterien.

Gleich hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Menschen aus westlichen Industrienationen. Entsprechend umfassend und intensiv sind die Bemühungen der Pharmaindustrie, Mittel und Methoden zu finden, mit denen diese Krankheitsbilder positiv beeinflussbar sind. Allein ein Drittel der neuen Medikamente bekämpft Krebs: vier Neuzulassungen richten sich gegen das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, weitere werden zur Bekämpfung von Hautkrebs, Leukämie sowie gegen eine Reihe weiterer Krebsarten auf den Markt kommen, darunter Fluciclovin (18F) (Axumin®) als Diagnostikum für Gliome, Rucaparib (Rubraca®) gegen Eierstockkrebs und Neratinib (Nerlynx®) gegen Brustkrebs. Weiterhin geplant ist die (erstmalige) Zulassung eines Wirkstoffes, Larotrectinib, der organübergreifend gegen eine bestimmte Genmutation einschreiten soll; ein weiterer soll bewirken, dass sich körpereigene Immunzellen gegen die Tumorzellen wenden.  

Trotz erheblicher Erfolge in der medizinischen Forschung und Anwendung gehören auch bakterielle Infektionen immer noch zu den häufigsten Todesursachen. Das liegt unter anderem auch an der zunehmenden Resistenz von Bakterien. So hat sich die Zahl der Menschen in Europa, die jährlich an den Folgen resistenter Keime sterben, zuletzt auf über 30.000 fast verdoppelt.

Dem treten neu zugelassene Antibiotika mit hoher Wirksamkeit gegen resistente Bakterien entgegen. Insgesamt sechs Arzneimittel sollen 2019 in diesem Anwendungsbereich zugelassen werden; zwei davon sind bereits zugelassen, für weitere vier wurde die Zulassung beantragt. Wirksam werden sie vor allem bei Infektionen im Bauchraum sowie bei Lungen- Haut- oder Harnwegserkrankungen. Dazu kommen eine ganze Reihe unspezifischer Antibiotika, die sich in Phase drei der klinischen Erprobung befinden, sowie Antibiotika und andere antibakterielle Mittel gegen einzelne Problemkeime.

Gute Nachrichten gibt es womöglich auch für Diabetiker. So soll in diesem Jahr ein Medikament auf den Markt kommen, das über die orale Einnahme die Blutzuckerkontrolle für Typ 1-Diabetiker vereinfacht.

Auch für Patienten, bei denen ein erhöhtes Risiko von Schlaganfällen und Thrombosen besteht und die deshalb auf die regelmäßige Einnahme von Blutverdünnern angewiesen sind, stehen positive Nachrichten ins Haus. So soll in diesem Jahr ein Arzneimittel zugelassen werden, das im Fall von Notfalloperationen das Blut wieder voll gerinnungsfähig macht; hinzu kommen Medikamente für Patienten, deren Blutgerinnung aufgrund eines Mangels an Gerinnungsfaktor VIII, Von-Willebrand-Faktor oder durch Blutplättchen gestört ist.

Weitere Zulassungen für Medikamente gegen Hautkrankheiten, Grippe, Milzbrand und Migräne stehen ebenfalls kurz bevor.

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