Apotheker ohne Grenzen helfen in Krisengebieten

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Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ kennenviele. Dass sich auch “Apotheker ohne Grenzen“ (AoG) in Krisengebieten um dieGesundheitsversorgung der Bevölkerung kümmern, ist weit weniger bekannt. Dabeiwerden die freiwilligen Helfer des gemeinnützigen Vereins immer häufigerangefragt, um mit ihrem umfassenden pharmazeutischen Know-how und ihrer großenEinsatzbereitschaft weltweit in Notsituationen zu helfen.

Mit bis zu 260 km/h traf Hurrikan „Maria“ am18. September 2017 auf die Karibikinsel Dominica und hinterließ schwersteZerstörungen. Dutzende Menschen starben, fast alle Häuser wurden abgedeckt, dieGefahr von Seuchen entstand. Sofortige Hilfe war nötig. Angefordert von derPartnerorganisation International Medical Corps (IMC) trafen bereits AnfangOktober die ersten AoG-Helfer im Krisengebiet ein, prüften den Bestand anArzneimitteln, forderten neue bedarfsgerechte Medikamente an und stellten diepharmazeutische Versorgung der Kranken und Verletzten sieben Wochen langsicher.

 „Apotheker ohne GrenzenDeutschland e.V.“ mit Stammsitz in München wurde 2000 gegründet. Seither war derVerein weltweit in über 20 Ländern aktiv. Neben der pharmazeutischen Akuthilfenach Katastrophen engagiert sich AoG auch in zahlreichen Langzeitprojekten undfördert die Gesundheitsversorgung in notleidenden Ländern im Rahmen einermehrjährigen Entwicklungszusammenarbeit.

Über1600 ehrenamtliche Helfer sind mittlerweile für AoG tätig, in erster Linie Apothekerund PTA, aber auch Interessierte aus anderen Berufsgruppen sind willkommen.Weildie Helfer in Krisengebieten ganz andere Bedingungen vorfinden als inDeutschland, werden sie nicht ohne umfangreiche Schulungen in den Einsatzgeschickt. Zwei mehrtägige Workshops mit Zelten unter freiem Himmel sindobligatorisch, eine dritte Schulung zur Vertiefung des Fachwissens istfreiwillig.Wiefinde ich mich mit einem GPS-Tracker zurecht, was muss ich beachten, wenn ich einenGeländewagen mit Differenzialgetriebe nutze? Auf dem Schulungsprogramm stehensowohl praktische als auch theoretische Übungen. Themen wie Optimierung desLagermanagements und Gefahr durch Arzneimittelfälschungen werden ebensobesprochen wie die Kunst, den richtigen Platz zum Aufbau einer Zeltklinik zufinden.

Anders als im deutschen Gesundheitssystemüblich, liegt es in Krisenregionen oft in der Eigenverantwortung desApothekers, bei einem Leiden das richtige Medikament zu finden.

Deshalb wird bei den Schulungen auch viel Augenmerkauf das sogenannte International Emergency Health Kit (IEHK) gelegt. Dies istein von der WHO standardisiertes Notfall-Kit, das neben Hilfsmitteln undMedizinprodukten auch 65 Arzneimittel enthält.

Doch neben dem Fachwissen, das vermitteltwird, geht es auch immer um die Frage, ob jemand glaubt, den Belastungen imKrisengebiet gewachsen zu sein. Wer daran zweifelt, ob einAuslandseinsatz das richtige für ihn ist, hat aber immer noch die Möglichkeit,sich in Deutschland zu engagieren. So unterstützt AoG beispielsweise die BerlinerStadtmission oder die Ambulanz ohne Grenzen in der MainzerZitadelle.

Auch PHARMATECHNIK engagiert sich für "Apotheker ohne Grenzen". Lesen Sie hierzu folgenden Artikel: "PHARMATECHNIK spendet für „Apotheker ohne Grenzen“ – Erlös kommt dem Projekt Haiti zugute und hilft beim Aufbau einer Gesundheitsstation im abgelegenen Baudin".

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