Bunte Seite August 2017

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apoBank-Studie: „Selbstständigkeit“ als Auslaufmodell?

„Zukunftsbild Heilberufler 2030 – Entwicklung der Versorgungsstruktur aus Sicht junger Professionals“, so der Titel einer Studie, in deren Rahmen die apoBank über 300 Ärzte und Zahnärzte sowie insgesamt hundert Apotheker befragte. Beschränkt wurde die Online-Befragung dabei auf Heilberufler, die nach abgeschlossenem Studium zwischen drei und neun Jahren praxisbezogene Berufserfahrung aufzuweisen haben.

Obwohl in ihrem Umfang keinesfalls repräsentativ, haben die Ergebnisse der Umfrage dabei für erhebliche Unruhe in der Branche gesorgt. Denn: Sollten die Aussagen und Erwartungen hinsichtlich der Zukunft des eigenen Berufsstands einem klaren aktuellen Trend entsprechen, so stehen der gesamten Apothekerzunft in den kommenden Jahren massive Umwälzungen bevor.

Besonders ernst zu nehmen sind dabei Aussagen, die sich auf Veränderungen im Zuge der Kapitalisierung des Marktes bis 2030 beziehen. So halten es über siebzig Prozent der Befragten für sehr oder eher wahrscheinlich, dass private Investoren in naher Zukunft verstärkt Apotheken, aber auch Praxen mit dem Ziel aufkaufen, diese in Kettenkonzepte einzubinden. Über fünfzig Prozent der „Young Professionals“ sind dabei der Meinung, dass die klassische inhabergeführte Apotheke (bzw. Praxis) ein Auslaufmodell sei.

Alarmierend auch, dass das klassische Berufsbild des Pharmazeuten als selbstständiger Apotheker in einer Einzelapotheke geradezu dramatisch an Attraktivität eingebüßt hat. Gerade einmal neun Prozent der befragten Frauen und drei (!) Prozent der Männer sehen sich heute noch selbstständig eine Einzelapotheke führen. Da wirkt es im Hinblick auf die Zukunft nur wenig beruhigend, dass gerade bei den Männern das Interesse noch mal deutlich steigt, wenn es um die Führung von „Apothekenketten“ geht (20 Prozent).

Dass der Grad an Digitalisierungen in den Apotheken bis 2030 noch einmal stark zunehmen wird: Für diese Einschätzung findet sich im Rahmen der Befragung eine überwältigende Mehrheit. So sind fast alle Befragten der Auffassung, dass Abrechnungen zwischen Apotheken und Krankenkassen bis 2030 zum Standard gehören werden. Gleiches gilt für die Ausstellung von elektronischen Rezepten und einer hauptsächlich digital begleiteten Einnahme der entsprechenden Medikamente.

Nicht zuletzt aufgrund der verstärkt eingesetzten digitalen Hilfsmittel wird sich, wie es scheint, auch das Verhältnis zwischen Apotheker und Kunde stetig verändern. So gehen die befragten Apotheker davon aus, dass die eigenen Kunden in Zukunft noch besser informiert sein und entsprechend höhere Erwartungen an die Leistungen von Praxen und Apotheken stellen werden (rund 85 Prozent). Beruhigend: Zwar werden Heilberufler nach Ansicht von acht der zehn Befragten zukünftig noch stärker als Dienstleister wahrgenommen, indes sind drei Viertel der Meinung, dass dies nichts an dem starken Vertrauen ändert, dass dieser bei Kunden und Patienten genießt.

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