Bunte Seite Mai 2017

Beschreibung

Ein VISION.A Award für eine Marketingkampagne, die von einer Kammer ins Leben gerufen wurde: Das ist auch in der Gesundheits- und Pharmabranche nicht gerade alltäglich. Erhalten hat diese Auszeichnung die Österreichische Apothekerkammer (ÖAK), die in der Kategorie „COM.Vision“ für wirksame Kommunikationsstrategien mit ihrer App „Apotheken und Medikamente“ den zweiten Platz belegte und damit bei dem alljährlich ausgetragenen Wettbewerb für kreative Köpfe, Kampagnen und digitale Konzepte für eine echte Überraschung sorgte.

Entscheidend für den Erfolg war dabei nicht zuletzt die erstaunliche Reichweite, die die Apothekerkammer mit ihrer App erzielt hatte. Mit mehr als 500.000 Downloads ist sie längst die am häufigsten genutzte Gesundheits-App in Österreich und die einzige, die vollständige Informationen über sämtliche österreichische Apotheken und deren Produkte bietet.

Als Bestandteil einer umfassend angelegten, digitalen Marketingkampagne der ÖAK hat sie sich damit als durchaus wirksames Mittel im Kampf gegen die starke Konkurrenz von Online-Versandhäusern und Drogerieketten erwiesen. Für Gudrun Kreutner, Kommunikationschefin der ÖAK, ist es dabei vor allem wichtig, dass die Apotheken in die Lage versetzt werden, sich ihre eigenen Stärken wieder vermehrt zu bedienen. Eine solche Abgrenzung gegen Drogerieketten oder Online-Versandhäuser, so Kreutner, könne auf Dauer nur dann gelingen, wenn die einzelne Apotheke vor Ort sich über emotionale Bindungen bzw. durch ihre persönlichen Beziehungen zum Kunden ihren individuellen Standortvorteil verstärkt zunutze macht. Anlass für Kreutner, sich besonders im Bereich digitaler und sozialer Medien zu engagieren, war der durchschlagende Erfolg, den die ÖAK im Zuge einer über Facebook gestarteten Kampagne im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen erzielt hatte. Nur über diese Medien, weiß Kreutner, „lässt sich auch jene Zielgruppe erreichen, die im Internet rezeptpflichtige Medikamente bestellt“. Um dieses vor allem jüngere Publikum anzusprechen, bespielt die ÖAK vor allem „junge Kanäle“ wie Youtube und Instagramm, auf denen Bilder und Videos mit Inhalten gepostet werden, die darstellen, was Apotheken für die Versorgung ihrer Kunden mit Arzneimitteln leisten.

Wichtig für die Kommunikationschefin ist dabei weniger die bloße Präsenz der Kammer oder ihrer Mitgliedsapotheken als vielmehr die Darstellung und Verbreitung von „Geschichten“ (Kreutner). Um fortlaufend neue, authentische Stories zu generieren, organisiert die Kammer sogenannte „Blogger-Events“, in denen solche Geschichten mit individuellen, besonders werthaltigen Informationen an die eigene Zielgruppe weitergegeben werden. Ein weiterer wichtiger Teil der Kampagne: Um den Kunden im Hinblick auf eine verbesserte Selbstdarstellung im Netz auf die Sprünge zu helfen, hat die ÖAK eine eigene Facebook-Gruppe ins Leben gerufen. Deren Ziel ist es, Apotheken zu helfen, ihre eigene Facebook-Seite zu generieren und dauerhaft mit lebendigem Content zu füllen.

Preis, Termin & Ort

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