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Top Story 2017

Beschreibung

Parallel zu den steigenden Verkaufszahlen bei rezeptpflichtigen Medikamenten haben sich im vergangenen Jahr auch die Einnahmen der Apotheker in Deutschland erhöht. So war 2016 die Zahl der Medikamente, die auf Rezept abgegeben wurden, von knapp unterhalb 750 Millionen Euro im Vorjahr auf 756 Millionen 2016 gestiegen. Laut dem Deutschen Apotheker Verband (DAV), der die aktuellen Berechnungen auf Grundlage von Abrechnungen deutscher Apothekenrechenzentren vorgenommen hatte, war für diesen Anstieg vor allem die steigende Zahl von Versicherungsnehmern in den Gesetzlichen Krankenkassen verantwortlich. Diese war in Deutschland 2016 um rund eine Million auf nun 72 Millionen gestiegen. Der Zuwachs betrug dabei rund 1,2 Prozent, so der DAV, und stehe damit recht genau im Verhältnis zum Gesamtanstieg der Einnahmen.

Entsprechend zu den insgesamt wachsenden Ausgaben für rezeptpflichtige Medikamente sind auch die Apothekenhonorare gestiegen. Aus den rund 7,5 Millionen rezeptpflichtigen Packungseinheiten, die 2016 mehr als im Vorjahr abgegeben wurden, lässt sich 2016 ein Anstieg des Apothekenhonorars um 62,6 Millionen Euro errechnen. Diese Mehreinnahmen müssen jedoch noch um den Kassenabschlag von 1,77 Euro pro Medikament (das entspricht netto einem Betrag von 1,48 Euro) reduziert werden. Auf diese Weise „bereinigt“, beläuft sich der Anstieg der Apothekerhonorare bei der Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente auf Mehreinnahmen von knapp 51,5 Millionen Euro. Umgerechnet auf die rund 20.000 Apotheken in Deutschland entspricht dies einem Einnahmenplus von 2600 Euro für jeden einzelnen Standort.

Der Gesamtanstieg der Ausgaben, so heißt es, soll sich dabei im Rahmen der von den Krankenkassen und Vertragsärzten gemeinsam vereinbarten Zuwachsrate von 3,1 Prozent bewegen. „Die Arzneimittelausgaben haben sich erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt“, bilanzierte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes Fritz Becker. „Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren – und das wird wohl auch künftig so bleiben. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt und innovative Arzneimittel gegen lebensbedrohliche Krankheiten verordnet werden, kann man keine rückläufigen Ausgaben erwarten.“

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