Konjunkturpaket
MwSt-Senkung

Die Senkung der Mehrwertsteuer zum 01.07.2020

Das Bundeskabinett hat am 12. Juni 2020 erste umfangreiche Maßnahmen des Konjunkturpakets beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entschlossen anzugehen. Dazu zählt insbesondere die befristete Senkung der Umsatzsteuer im zweiten Halbjahr 2020.

Die Umsatzsteuer wird befristet vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz sinkt dabei von 19 % auf 16 %, der reduzierte Steuersatz von 7 % auf 5 %. Das stärkt die Kaufkraft und kommt insbesondere Bürgerinnen und Bürgern mit geringeren Einkommen zugute, die

damit einen größeren Teil ihres Einkommens zur Verfügung haben. Diese und weitere Maßnahmen werden im zweiten Corona-Steuerhilfegesetz umgesetzt.

PHARMATECHNIK wird Ihnen als zuverlässiger Partner rechtzeitig die notwendigen Softwareanpassungen in einem Update zur Verfügung stellen, sodass Sie keine manuellen Einstellungen vornehmen müssen, um automatisch immer mit dem korrekten Mehrwertsteuersatz zu arbeiten. Ergänzend zu den Softwareänderungen finden Sie auf dieser Webseite umfangreichen Informationen, um Sie bestmöglich beim Umgang mit der MwSt.-Änderung zu unterstützen.

Häufige Fragen zur Senkung der MwSt.

Zur Abrechnung von Miete (z.B. Milchpumpen) im Zuge der temporären MwSt.-Senkung kann PHARMATECHNIK keine verbindliche Aussage treffen. Nach unserem Kenntnisstand sind der DAV und der GKV noch in Abstimmung zu dem Thema.
PHARMATECHNIK kann Ihnen nur die verschiedenen Wege in IXOS bzw. XT aufzeigen.

Maßgeblich für die Umsatzsteuer ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Dafür steht in IXOS bzw. XT in der Regel das "Abgabedatum". Dort geht das Produkt in die Verfügung des Kunden über.
Verträge welche im A+V angezeigt werden, richten sich nach dem Abgabedatum, somit auch die dort hinterlegten Vertragspreise.

Bei Mieten ist zudem ein Versorgungszeitraum mit anzugeben.
Wenn dieser Versorgungszeitraum über die MwSt. Grenze geht, können Sie folgende Wege gehen:

a. Sie können den Tag des Beginns Versorgungszeitraumes als Abgabedatum nehmen, da hier die Milchpumpe in den Besitz des Verzichteten übergeht
oder
b. Sie nehmen den Tag der Rückgabe als Abgabedatum wählen, da hier die Leistung abgeschlossen ist.
Wählen Sie Ihre Vorgehensweise danach aus wie Sie bisher auch die Rezepte mit Miete abrechnen bzw. wie es im Versorgungsvertrag steht.
Wichtig: Wenn Sie die Abrechnung über den A+V durchführen, so ist es nicht möglich auf das Rezept zwei Zeilen für unterschiedliche MwSt. Zeiträume zu taxieren.

Wenn Sie zwei Zeilen aufgrund unterschiedlicher MwSt. Sätze im Versorgungszeitraum taxieren möchten, so müssen Sie dies über die Sonder-PZN „OHNE PZN Mietgebühr“ tun.
Die Preise können Sie manuell je nach Vorgabe der Krankenkasse erfassen. Abrechnungsinformationen müssen Sie manuell kontrollieren ggf. ergänzen. Der Versorgungszeitraum wird bei entsprechender IXOS KP-Einstellung (Systemeinstellung > Verkauf > Kasse> Rezeptdruck > Versorgungszeitraum drucken) auf das Rezept gedruckt.

 

Im Zuge der MwSt.-Senkung haben wir alle Auswertungen analysiert und geprüft auf welchen Auswertungen die MwSt. ausgewiesen werden muss.

Auf den folgenden Auswertungen wurden die Angaben zur MwSt. entfernt.

  • AM Selbstmedikation
  • Einkäufe insgesamt
  • Verordnungen
  • Verordnungen und AM Selbstmedikation
  • Zuzahlungsliste

Bei den genannten Listen ist die MwSt. nicht relevant, da

  • diese Listen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigen. Dies kann nur durch die Einzelbelege erfolgen.
  • diese Listen rein informative Ausdrucke/ Aufstellungen/ Aufsummierungen über bezahlte Beträge sind.
  • für die Einreichung bei der Steuer die originalen Belege, wie Rechnungen, Kassenbons, Quittungen etc. (Einzelnachweise) beigelegt werden müssen.
  •  auf der Zuzahlungsliste nur die reine Zuzahlung eines Jahres aufgelistet werden muss, egal wie hoch die MwSt. ausfällt, um ggf. eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen.

Für die IXOS Preisoptionen Sichtbar an Kunden weitergeben und Nicht an Kunden weitergeben ist eine neue Preisauszeichnung zum 01.07.2020 nicht flächendeckend notwendig.
Die Preisauszeichnung ist für beide Optionen identisch und entspricht dem Preisniveau der Preise vor der Senkung der MwSt.

Wenn Sie neue Ware auszeichnen wollen, zum Beispiel beim Auffüllen der Sicht- oder Freiwahl aus einem neuen Wareneingang oder Ware aus dem Übervorrat können Sie wie folgt vorgehen:

  • Erfassen Sie die Ware in einem Pseudo- Warenkorb. Diesen können Sie sich dafür unter Kontakte > Warenlogistik > F3 - Neu neu anlegen (zum Beispiel „Preisetiketten“)
  • Erfassen Sie in der Warenlogistik Ware in diesem Warenkorb.
  • Anschließend wählen Sie im Reiter Warenkorb den Auftrag aus; dann F9 - Drucken. Das Fenster mit F9 - Etiketten ausführen. 
    Wenn Sie nur eine Liste mit den Preisen benötigen, da Sie z.B. einen Handauszeichner verwenden, können Sie im Fenster den Radiobutton bei Anzahl > feste Anzahl einstellen und 1 eingeben, jetzt mit F12 - OK bestätigen. In der Anzeige erhalten Sie Etiketten, die den für Ihre Preisauszeichnung korrekten Preis enthalten. Sie können dies auf DINA4 Papier ausdrucken oder den Druck abbrechen.

WICHTIG: Löschen Sie anschließend den Warenkorb sofort wieder.

Alternativ können Sie die Preise hochrechnen.

D.h. den Preis, den Sie in der Artikeltaxe (Artikeltrefferliste) anzeigt bekommen oder der an der Kasse erscheint, mit voller MwSt. um den Faktor 1,02586 und bei Artikeln mit ermäßigter MwSt. um den Faktor 1,01905 berechnen. Das ist der Preis den Sie für Ihre Frei- und Sichtwahl benötigen.

Beispiel: VK-Preis 13,68 € (mit voller MwSt.) wird in der Artikeltrefferliste oder an der Kasse angezeigt. 13,68 x 1,01905 = 13,94 € ist der Preis für Ihren Artikel. 

Wie Sie mit der Preisauszeichnung für Artikel vorgehen, bei denen sich der Preis durch den regulären Preisänderungsdienst verändert haben, ist in der Sondermeldung Ausgabe 4 beschrieben.

Mit dieser Systemeinstellung wird für alle Preise die Senkung der MwSt. an den Kunden weitergegeben.

Dies gilt demzufolge auch für Angebotspreise. Dieses Verhalten sollte unbedingt auch beibehalten werden, sofern die Angebote in gedruckter Form mit 7%/19% MwSt. ausgewiesen sind.

Prinzipiell gilt für die Option, dass alle manuell gepflegten Preise, wie beispielsweise Angebotspreise, nach „alter“ MwSt. gerechnet und eingepflegt werden sollten.

Um Ihrem Wunsch gerecht zu werden, die Einstellung für künftige Angebotspreise besser handhaben zu können wird kurzfristig in einem der nächsten Updates die Möglichkeit ausgeliefert eine Einstellung an der Angebotspreisliste vorzunehmen. Diese ermöglicht Ihnen dann wahlweise für eine Preisliste die Weitergabe der MwSt.-Senkung zu unterbinden, wenn dies bereits im Angebotspreis berücksichtigt wurde.

Wenn Sie kurzfristig darauf reagieren möchten und für die Angebotspreise keine Weitergabe der MwSt.-Senkung an den Kunden wünschen, weil beispielsweise die Angebote bereits zu 16%/5% gerechnet wurden, so überrechnen sie die Preise mit einem entsprechenden Aufschlag von 2,5% für Artikel mit voller und 1,9% für Artikel mit ermäßigter MwSt. D.h. erhöhen Sie in Ihrer Aktionspreisliste die Preise bei Artikeln mit voller MwSt. um den Faktor 1,02586 und bei Artikeln mit ermäßigter MwSt. um den Faktor 1,01905. Dies ermöglicht Ihnen eine Lösung bis zur Auslieferung des Updates.

Die detaillierte Beschreibung zu der genannten Preisoption, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

Maßgeblich für die Umsatzsteuer ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Dafür steht in IXOS bzw. XT in der Regel das Abgabedatum. Dort geht das Produkt in die Verfügung des Kunden über.
Preise welche im A+V berechnet werden, richten sie nach dem Abgabedatum.
Abgabedatum > 1.7. 16% /5%
Abgabedatum < 1.7. 19%/7%

Bei Pauschalen ist zudem ein Versorgungszeitraum mit anzugeben.
Wenn dieser Versorgungszeitraum über die MwSt.-Grenze geht ist folgendes zu beachten:

Es ist zu prüfen ob in Teilabschnitten abgerechnet wird, z.B. monatsweise mit Rezeptkopien.
 
1. Abrechnung in kurzen Zeitabschnitten z.B. Rezeptdruck erfolgt Monatsweise mit Rezeptkopien.
Es gilt der MwSt. Satz zum Abrechnungszeitpunkt der "Teilleistung". Die Rezeptkopie ist im jeweiligen Monat (Teilleistung) mit dem passenden Abgabedatum zum Monat zu bedrucken. Für jeden "Rezeptkopie" muss ein neuer Vorgang im Verkauf erfasst werden.

2.  Rezeptdruck/Abrechnung erfolgt nicht in Teilabschnitten.
Der Versorgungszeitraum muss nicht aufgrund der MwSt. Änderung künstlich aufgeteilt werden. Als Abgabedatum ist der Tag des Beginns als Versorgungszeitraum zu wählen.

 

Der von Ihnen eingepflegte Betrag ist ein Bruttobetrag, dieser wird Datumsabhängig mit 19% bzw. nach dem 01.07.2020 mit 16% versteuert. Sie müssen entscheiden ob Sie den Betrag anpassen möchten oder nicht. Der Betrag wird nicht automatisch geändert.

Für jede Apotheke im Filialverbund muss die entsprechende Systemeinstellung für IXOS Preiskalkulation zur MwSt.-Anpassung gewählt werden. Wenn Sie sich also beispielsweise für die Option „Sichtbar an Kunden weitergeben“ entscheiden wollen müssen Sie diese Einstellung in jeder Filiale vornehmen. Über die verteilte Preisliste wird dies nicht berücksichtigt.

Die detaillierte Beschreibung zu den genannten Preisoptionen, die Ihnen in IXOS zur Verfügung stehen, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

 

Für gedruckte Bücher und Zeitschriften gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%, der sich zum 01.07.2020 auf 5% ändert. Wenn die Abgabepreise für Bücher seitens der Verlage nicht gesenkt worden sind ist eine Weitergabe der MwSt.- Senkung an den Kunden individuell nicht möglich, da sie weiterhin der Buchpreisbindung unterliegen. Die Buchpreisbindung schreibt vor, dass der festgelegte Verkaufspreis für alle Verkäufer verbindlich ist, also weder unter- noch überschritten werden darf. Die MwSt. wird bei der Abgabe korrekt behandelt.

Ja, die Vergütungspauschalen ändern sich. Die Änderung ist im Update zur MwSt.-Änderung bereits umgesetzt, es werden die zum Zeitpunkt gültigen Pauschalen mit dem richtigen MwSt.-Satz berechnet. 

Nein. Generell gilt für die MwSt.-Berechnung ist das Leistungsdatum/Lieferdatum relevant. Wenn Sie im Juni einen Verkauf auf Kredit gebucht haben, so basiert der Kreditbetrag auf den 19% bzw. 7% MwSt. erfolgt die Bezahlung des Kredits ab Juli, darf der MwSt.-Satz nicht gekürzt werden, sondern der Betrag muss in vollem Umfang bezahlt werden. Für die Buchhaltung wurde die MwSt. bereits bei der Abgabe korrekt behandelt.

Den Tagesabschluss sollten Sie am 30.06.2020 nach dem letzten Verkauf durchführen. Haben Sie am 30.06.2020 Notdienst, so sollten Sie vor 00:00 Uhr den Tagesabschluss durchführen. Wenn dieses nicht möglich ist, entsteht kein Problem. Sind seit dem letzten Tagesabschluss Verkäufe mit unterschiedlichen MwSt.-Sätzen vorhanden sind, werden zwei Tagesabschlüsse erstellt. Zunächst wird der Tagesabschluss mit dem alten MwSt. Satz erstellt und Sie erhalten dann eine Hinweismeldung, dass Sie einen weiteren Tagesabschluss mit dem neuen MwSt. Satz erstellen müssen. 

Die Inventur basiert immer auf Einkaufspreisen. Die Einkaufspreise werden durch die MwSt.-Änderung nicht geändert. Jedoch können sich die Einkaufspreise durch allgemeine Preisänderungen durch den Hersteller mit dem Preisänderungsdienst am 01.07.2020 ändern. Deshalb sollten Sie Ihre Inventurliste/Lagerwertermittlung am 30.06.2020 erstellen. Der physikalische Druck kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Bei IXOS zu beachten: Wenn Sie in den Systemeinstellungen – Sortiment – Inventur – Lagerwertermittlung den Konfigurationsparameter Automat. Lagerwertermittlung zum Monatsende aktiviert haben, so wird die Lagerwertermittlung automatisch am letzten Tag des Monats um 19:00 Uhr erstellt. 

Die UVP werden vom Hersteller definiert und müssen an die ABDATA gemeldet werden Diese werden dann über den Preisänderungsdienst aktualisiert. Ob und welche Hersteller die UVP ändern werden wissen wir nicht.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Ziel, dass die Senkung durch den Handel möglichst kostengünstig und unbürokratisch an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden kann.

Maßstab hierfür ist die Preisangabenverordnung (PAngV), für die das BMWi innerhalb der Bundesregierung federführend ist. Danach können die Händler und Anbieter von Dienstleistungen für die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer von der bestehenden Ausnahmemöglichkeit des § 9 Absatz 2 PAngV Gebrauch machen und pauschale Rabatte an der Kasse gewähren, ohne die Preisauszeichnung zum Beispiel sämtlicher Regale in der Nacht zum 1. Juli 2020 ändern zu müssen.
Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200612-unbuerokratische-umsetzung-der-mehrwertsteuersenkung-bei-preisangaben-durch-pauschale-rabatte-moeglich.html

Nein, der Apothekeneinkaufspreis ändert sich durch die Senkung der MwSt. nicht. Es kann natürlich sein, dass sich der Apo-EK durch eine allgemeine Preisänderung durch den Hersteller mit dem Preisänderungsdienst ändert.

Nein, die in der IXOS Systempflege unter Gebührenpflege eingetragenen Beschaffungskosten ändern sich nicht automatisch.Beschaffungskosten sind Brutto-Beträge (voller MwSt. Satz), diese müssen Sie bei Bedarf selbst anpassen.

Am 24.06. veröffentlichten wir in IXOS Notes eine Sondermeldung zum Thema MwSt.-Senkung in Hinblick auf Parenteralia-Rezepturen.
Darin wiesen wir Sie darauf hin, dass ab 1. Juli beim Abrechnen eines Parenteralia-Rezeptes mit einem Herstellungsdatum in der Vergangenheit zwar die zum Herstellzeitpunkt gültigen H3-Preise (Hilfstaxe Anlage 3) für Bestandteile und Arbeitspreise herangezogen werden, jedoch nicht der alte Mehrwertsteuersatz. Daher empfahlen wir Ihnen, die Juni-Rezepte möglichst vollständig noch im Juni abzurechnen.

Für den Fall, dass ausnahmsweise (z. B. zur Korrektur älterer Rezepte) die alten MwSt.-Sätze für die Berechnung des Preises benötigt werden, können Sie dies nun tun.

Gehen Sie wie folgt vor: 

  • Stellen Sie zuerst das Abgabedatum im Subtotal auf das gewünschte Datum ein – bevor Sie die Parenteraliarezeptur in den Verkauf übernehmen.
  •  Je nach voreingestelltem Datum im Verkauf fließt der entsprechende, korrekte MwSt.-Satz in die Berechnung des Verkaufspreises für die Rezeptur mit ein.

Hinweis:

Der Rezepturpreis wird im Modul Parenteralia berechnet. Das gewählte Abgabedatum in der Kasse wird dabei jedoch nicht in das Feld „Abgabedatum“ im Modul Parenteralia übernommen, sondern nur im Hintergrund für die korrekte Preisberechnung verwendet.

Kontrollieren Sie bitte stets das Herstellungsdatum, insbesondere bei Korrekturen, da die H3-Preise entsprechend dieses Herstellungsdatums herangezogen werden!
Falls Sie für den Rezeptdruck die Einstellung „Parenteralia Herstellungsdatum als Abgabedatum“ gewählt haben, wird diese Einstellung im Falle einer Rückdatierung zu einem Zeitpunkt vor der MwSt.-Umstellung ignoriert – das selbst gewählte Abgabedatum wird nicht überschrieben. Ansonsten erscheint wie gewohnt eine Anfrage, ob Sie das Herstellungsdatum übernehmen möchten, obwohl das Abgabedatum manuell geändert wurde.

Die Auswahl der IXOS Preisoption wirkt sich wie folgt auf die Kalkulation bei Pauschalen und damit die Differenzkostenberechnung aus. 

Die Option Sichtbar an Kunden weitergeben bewirkt dann, dass mit Preisen kalkuliert wird, die um die MwSt.-Änderung reduziert werden.

  • Dadurch können sich Differenzkosten bei gleicher Abgabesituation zum Vormonat verringern.  

Die Option Nicht an Kunden weitergeben bewirkt dann, dass mit nicht um die MwSt.-Änderung reduzierten Preisen kalkuliert wird.

  • Dadurch bleiben die Differenzkosten bei gleichen Abgabesituation unverändert.

Bei der Option Abhängig von Standardpreisermittlung hängt die Kalkulation von der unter Systemeinstellungen> Verkauf: Kasse > Systemparameter > Preisermittlung > Pauschalkalkulation Artikelstamm +V > Bevorzugte Berechnungsbasis eingestellten Berechnungsbasis ab, bspw. bei Eigen-VK und Apo-VK wird der am Artikel hinterlegte VK herangezogen, bei einer EK-Kalkulation wird mit dem aktuellen MwSt.-Satz kalkuliert.

  • Dadurch können sich Differenzkosten bei gleicher Abgabesituation ändern 

Unabhängig davon ist, dass sich Differenzkosten ändern können, weil Abrechnungspreise von Pauschalen gesenkt werden. 

Eine manuelle Änderung der Mehrkosten ist nicht möglich.  

Mit dem letzten Update wurde zudem die Anzeige der bisherigen Abgaben ab dem 1.7. für die Pauschalkalkulation automatisch angepasst, sodass für die Kalkulation der Differenzkosten einheitliche Preise verwendet werden. Falls ebenfalls die Korrektur von Rezepte gewünscht ist, müssen die Vorgänge allerdings storniert werden, neu eingeben und bedruckt werden. Mehrkosten werden bei Abrechnung nach §302 aufs Rezept gedruckt.

Gleiches gilt für die Abrechnung von Pflegehilfsmittel. Grundsätzlich wir die Kalkulation der Pflegehilfsmittelabgaben wird über Systemeinstellungen > Verkauf: Kasse > Systemparameter> Preisermittlung > Pflegehilfsmittelkalkulation gesteuert.
Bei der Einstellung „Höchstpreise laut Vertrag“, werden die Preise allerdings nicht reduziert.

Auf einem Kostenvoranschlag wird der Steuersatz aufgewiesen, welcher aufgrund des Erfassdatums gilt. Wurde ein Kostenvoranschlag oder ein Angebot noch vor der MwSt.-Grenze erstellt, wurden die Preise aufgrund der gültigen Regeln berechnet.

Im Modul Kostenvoranschlag kann mit der Funktion Weiterverarbeiten ein Kostenvoranschlag in die Kasse oder Faktura übernommen werden. Hierbei erfolgt keine neue Preisermittlung, unabhängig von sonstigen Einstellungen. Kontrollieren Sie ggf. die Preise. Bei einer Abrechnung zu Lasten einer GKV nach dem 1.7.20 erwarten die Krankenkassen, dass die Bruttopreise reduziert werden. Dies muss manuell durchgeführt werden. Alternativ können Sie Artikelposition löschen und neu erfassen, es erfolgt eine aktuelle Preisermittlung.

Ja, diese Einstellung kann zu jedem Zeitpunkt wieder verändert werden unter:
Systemeinstellungen > Verkauf:Kasse > Preisermittlung > Befristet Preissenkung aufgrund MwSt.-Anpassung.
Wenn Sie die Option „Abhängig von Standardpreisermittlung“ gewählt haben und auf eine andere Option umschalten möchten, dann sollten Sie unbedingt den Schalter erst abends nach Dienstschluss auf eine der anderen Optionen umstellen. Die kalkulierten Preise werden dann über Nacht neu kalkuliert.

Die detaillierte Beschreibung zu den genannten Preisoptionen, die Ihnen in IXOS zur Verfügung stehen, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

 

Bei Option „Abhängig von Standardpreisermittlung“ müssen Sie nichts beachten. Bei Option „Sichtbar an Kunden weitergeben“ und „Nicht an den Kunden weitergeben“ müssen Sie folgendes beachten.
IXOS rechnet auch nach dem 1.7.2020 seine kalkulierten Preislistenpreise auf MwSt.-Basis 19% bzw. 7%. Dadurch sind die Preislisten im Juli direkt mit den Preislisten im Juni vergleichbar.
Entsprechend müssen auch alle von extern importierten Eigen-VK-Preise unter diesen Optionen auf der Basis 19%/7% gerechnet sein. Bei Fragen zur Ihrer Preiskalkulation durch einen externen Dienstleister, wenden Sie sich bitte an Ihren externen Dienstleister.

Die detaillierte Beschreibung zu den genannten Preisoptionen, die Ihnen in IXOS zur Verfügung stehen, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

Unabhängig von der gewählten Preisoption, müssen Sie nur beachten, dass auf dem ESL Etikett oder der Virtuellen Sichtwahl immer der tatsächliche Abgabepreis angezeigt wird, der auch an der Kasse berechnet wird. 

Die detaillierte Beschreibung zu den genannten Preisoptionen, die Ihnen in IXOS zur Verfügung stehen, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

 

Unabhängig davon für welche Preisoption Sie sich entscheiden, auf dem Kassenbon wird immer der Abgabepreis gedruckt mit dem gültigen MwSt.-Satz. Bei der MwSt.-Senkung handelt es sich nicht um einen Rabatt, deshalb wird auf dem Kassenbon nicht der „alte“ Preis und auch kein Rabatt ausgewiesen.
Wenn Sie Ihre Kunden auf dem Kassenbon darauf hinweisen möchten, dass Sie die MwSt. Senkung an Ihre Kunden weitergeben, so können Sie den frei gestaltbaren Fußtext des Kassenbons hierfür verwenden.
Konfigurieren können Sie den Text in den Systemeinstellungen unter Druckformulare.
Geben Sie im Feld Suchbegriff „Kassenbon“ ein > klicken Sie auf „Kassenbon“ > drücken Sie F8 – Konfigurieren > hier können Sie nun Ihren Text für den Fußtext eingeben.
Eine detailliert Beschreibung finden Sie auch in der IXOS Online Hilfe.

Die detaillierte Beschreibung zu den genannten Preisoptionen, die Ihnen in IXOS zur Verfügung stehen, finden Sie in IXOS Notes unter Allgemeines in der „Sondermeldung zu MwSt.-Senkung – Preiskalkulation“ vom 24.06.2020.

Nein. Ein Wertgutschein enthält beim Erstellen (Verkauf) keine Mehrwertsteuer.
Erst wenn dieser zum Bezahlen verwendet wird, wird entsprechend der gekauften Artikel der Anteil der MwSt. im Verkauf ermittelt. Das System bucht automatisch die aktuell gültige MwSt. 

Faktura Druckformulare, die eine Kopie eines PHARMATECHNIK Standardformular sind, werden automatisch mit dem Update entsprechend angepasst.

Nein, die Senkung der MwSt. führt nicht zu einer Ersparnis von 3% bzw. 2%.

Beispielrechnung anhand eines Netto-Verkaufspreis von € 10,00: 

 

Netto VK

 
 

VK mit 19% MwSt.

 
 

VK mit 16% MwSt.

 
 

100%

 
 

119%

 
 

116%

 
 

10,00 €

 
 

11,90 €

 
 

11,60 €

 

 

3% von 10 € (Netto-VK)

 
 

0,30 €

 
 

3% von 11,90 € (VK mit 19% MwSt.)

 
 

0,36 €

 

Folglich liegt die tatsächliche Ersparnis gerundet bei vollem MwSt.-Satz bei 2,5% (1-116/119) und beim verminderten MwSt.-Satz 1,9% (1-105/107).

Weitere starke Auswirkung auf die tatsächliche Preisänderung haben in Ihren Kalkulationsregeln hinterlegte Rundungsmodelle.

Beispiel:

Angenommen für eine bestimmte Artikelgruppe wurde das Standard-Rundungsmodell 45/95 hinterlegt. D.h. die Preise dieser Artikelgruppe werden generell auf 45 Cent oder 95 Cent auf- oder abgerundet.

 

Artikel

 
 

Apo-VK am 30.6.
(19% MwSt)

 
 

Mit 45/95-Rundungsmodell kalkulierter Abgabepreis am 30.6.

 
 

Apo-VK am 1.7.
(16% MwSt)

 
 

Mit 45/95-Rundungsmodell kalkulierter Abgabepreis am 1.7.

 
 

Preisänderung €

 
 

Preisänderung %

 
 

A

 
 

12,49

 
 

12,45

 
 

12,18

 
 

12,45

 
 

0,00

 
 

0,0%

 
 

B

 
 

12,62

 
 

12,95

 
 

12,30

 
 

12,45

 
 

0,50

 
 

3,9%

 
 

C

 
 

55,91

 
 

55,95

 
 

54,50

 
 

54,95

 
 

1,00

 
 

1,8%

 

 

 

Bei einem Rückkauf wird der zum Zeitpunkt gültige Steuersatz angewandt, sowie ggf. neue kalkulierte Preise, bei Bedarf müssen Preise manuell überschrieben werden.

Wird ein Vorgang, der vor Juli 2020 gebucht wurde, storniert oder bearbeitet, erfolgt die Gegenbuchung im neuen Steuerzeitraum mit dem neuen Steuersatz. Die Bruttopreise bleiben unverändert.

Es gilt immer der Steuersatz des Buchungszeitpunkts. Wird ein Rezept zurückdatiert, stimmten zwar Rabattverträge und Preise zum Abgabedatum, aber auf dem Abschlussbon wird der Umsatz mit 16% ausgewiesen. Wir empfehlen keine Rezepte vor das Erfassdatum zurückzudatieren.

Die MwSt.-Ausweisung beim Rezeptdruck und Rezepturendruck bezieht sich immer auf das aktuelle Datum.
Wir empfehlen alle Rezepte mit Rezepturen vor dem 01.07.2020 zu bedrucken und abzurechnen.

Bei IXOS zu beachten: Wenn Sie im Modul Rezepturen manuell eigene Preise eingetragen haben, so ändert sich dieser nicht automatisch nach dem 01.07.2020. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie die eigenen manuell gepflegten Preise anpassen.

Wir empfehlen alle Rezepte mit Parenteralia-Rezepturen vor dem 01.07.2020 zu bedrucken und abzurechnen.

Bei IXOS zu beachten: Wenn Sie den Kassen-Konfigurationsparameter „Herstellungsdatum als Rezeptdruckdatum“ aktiviert haben müssen Sie folgendes beachten.
Wenn Sie das Rezept ab dem 01.07.2020 bedrucken und das letzte Herstellungsdatum der 30.06. war, werden die Preise der Bestandteile mit Artikelstamm H3 Preisen vom Stand 30.06. berechnet, aber 16 % MwSt. aufgeschlagen. Druckdatum ist in diesem Fall der 30.06.2020.

Bitte beachten Sie hierzu auch die Sondermeldung zum Thema Parenteralia.

IXOS Sondermeldung Parenteralia 

XT Sondermeldung Parenteralia 

Entscheidend ist das Lieferdatum, also der Zeitpunkt wann der Lieferschein erstellt wurde. Wurde der Lieferschein im Juni erstellt, so wird die Rechnung mit 19% bzw. 7% MwSt. erstellt. Wurde der Lieferschein ab Juli erstellt, so wir die Rechnung mit 16% bzw. 5% MwSt. erstellt.

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