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Die Importquote für Arzneimittel - Apotheker votieren eindeutig für Abschaffung

  Aktuelles aus der PHARMATECHNIK Welt
Gerade im sensiblen Pharmaziesektor bringt die Öffnung regionaler Märkte nicht nur Vorteile mit sich: Das haben gerade die jüngsten Skandalereignisse um verunreinigte Produkte des von dem chinesischen Unternehmen Zhejiang Huahai Pharmaceutical produzierten Blutdrucksenkers Valsartan sowie des vermutlich in illegalen Medikamentenhandel verstrickten Brandenburger Großhändlers Lunapharm gezeigt.

Fälle wie diese haben schlagartig die Schattenseiten der Importquote in den öffentlichen Raum gestellt; mit ihr sind die Risiken für Rückrufe und Engpässe bei der Versorgung mit Arzneimitteln in den vergangenen Jahren erkennbar gestiegen. Die Voraussetzungen dafür schafft eine verstärkte Produktion von Unternehmen in Billiglohnländern. Dort werden die geforderten Kontrollen oft weniger entschieden und engmaschig genug durchgeführt, hinzu kommt eine tendenziell höhere Kriminalitäts- bzw. Korruptionsrate. Dies galt zuletzt als eine der Hauptursachen für die Zunahme von Medikamentenrückrufen und Lieferengpässen bei Arzneimitteln hierzulande. Entsprechend vehement forderten Apotheken und Pharmaindustrie die Gewährleistung verstärkter Kontrollen im Handel in Verbindung mit einer funktionierenden Schutz- und Sicherheitsstrategie im Hinblick auf die Qualität der Produkte.

Dies bestätigt nun auch eine Umfrage der APOkix, dem „Umfragebarometer“ der IFH Köln, zum Thema Importquote. Deren Ergebnisse zeigen vor allem eins: Die jüngsten Arzneimittelskandale haben das Vertrauen der Apotheker in die Qualität von Importarzneimitteln offensichtlich stark erschüttert. 84 Prozent der befragten Apothekerinnen und Apotheker plädierten im Rahmen der Umfrage für eine vollständige Abschaffung der „Quote“. Weitere zwölf Prozent waren für deren Beibehaltung, allerdings nur unter der Voraussetzung, diese werde dann neu geregelt werden. Gerade einmal vier von hundert Befragten äußerten sich im Sinne einer Aufrechterhaltung des derzeitigen Status quo.

Hauptkritikpunkt der Apotheker war, dass die gesicherte Herkunft und Qualität von Importarzneimitteln – sollten diese innerhalb deutscher Grenzen gelagert oder transportiert werden – kaum noch feststellbar seien. Fälschungen etwa können von da an quasi nicht mehr überprüft werden. Vermutlich aus diesem Grund war ein hoher Anteil der Befragten der Meinung, dass Systeme zum Fälschungsschutz allein nicht ausreichten, um sie und ihre Kunden vor Missbrauch ausreichend schützen.

Dass die derzeitige Situation nach Ansicht der Befragten tatsächlich auch entschiedenes Handeln erfordere, zeigt sich allein daran, dass sich neun von zehn Apothekenleiter dafür aussprachen, dass sich ihre Branchenvertreter aktiv für eine Abschaffung der Importquote einsetzen sollten: Deutlicher, so scheint es, geht es kaum noch.

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