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PHARMATECHNIK
IXOS FAQ

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Wie kann ich die Nichtverfügbarkeit gemäß Rahmenvertrag § 2 Absatz 11 belegen?

Die Rückmeldungen des Großhandels nach Online-Anfragen werden automatisch in IXOS gespeichert.

Es kann daher nützlich sein, die automatische Online-Anfrage für Verkaufsvorgänge und Trefferlisten zu aktivieren. So wird die (Nicht-)Verfügbarkeit bei jeder Nachlieferung im Verkauf und bei jeder Artikelsuche (z. B. Rabattvertrags-, aut idem- oder Importsuche) automatisch in IXOS dokumentiert. Sie finden die Einstellungen dafür im Menü Systempflege in den Systemeinstellungen unter Sortiment -> Warenlogistik. Wählen Sie als Gültigkeitsbereich den gewünschten Arbeitsplatz aus. Auf der Seite Online-Anfrage/Bestellung können Sie nun die Punkte Automatische Online-Anfrage Verkauf und Automatische Online-Anfrage Artikeltrefferliste nach Wunsch aktivieren.

Wenn Sie die Ergebnisse einer durchgeführten Online-Anfrage in der Artikelverwaltung oder in der Warenlogistik ausdrucken möchten, wählen Sie zuerst Online-Bestellung – Alt+F7 und dann im sich öffnenden Fenster Online-Anfrage/Bestellung Rückmeldung GH drucken – F9 aus.

Um in den Rückmeldungen für einen bestimmten Artikel zu recherchieren, suchen Sie den Artikel in der Artikelverwaltung heraus, öffnen Sie die Details – F8 und wählen Sie dann Online Historie – Alt+F6. Wählen Sie den gewünschten Zeitraum aus und bestätigen Sie mit OK – F12. Mit Drucken – F9 können Sie das Ergebnis dann ausdrucken.

 Mehr dazu lesen Sie in unserem Tipps&Tricks-Artikel zum Thema.

Hinweis: Für die Nutzung der Online-Anfrage ist eine schnelle Internetanbindung der Apotheken-Warenwirtschaft, in der Regel über einen DSL-Anschluss, Voraussetzung.

Wie belege ich die Nichtverfügbarkeit, wenn ich mit nur einem Großhandel zusammenarbeite?

Der Rahmenvertrag schreibt zwei Online-Anfragen als Nichtverfügbarkeitsnachweis vor. Mit der Online-Anfrage bei zwei oder mehr Großhändlern ist diese Anforderung erfüllt.

Falls Ihre Apotheke nur mit einem Großhändler zusammenarbeitet, sollten Sie einen eigenen Prozess definieren, um die vorgeschriebenen zwei Anfragen in sinnvollem Zeitabstand sicherzustellen.

Ein mögliches Vorgehen könnte sein, Rezepte, auf denen abzugebende Artikel bei der ersten Verfügbarkeitsanfrage während des Kassenvorgangs als nicht lieferbar vom Großhandel zurückgemeldet wurden, separat zu sammeln. Diese Rezepte oder die betreffenden Verordnungszeilen können dann später erneut an der Kasse gescannt bzw. eingegeben werden. Nach erfolgter Online-Anfrage kann der Kassenvorgang dann abgebrochen werden.

Welche Änderungen bringt der Rahmenvertrag aus Sicht der PHARMATECHNIK Warenwirtschaft mit sich?

Der Import- und Generikamarkt schließen sich zukünftig gegenseitig aus.

    • Importmarkt
      Der Importmarkt besteht zukünftig nur aus denjenigen Fällen, in denen keine Generika, jedoch Importe abgegeben werden können:
      • keine Auswahlmöglichkeit außer Original-/Importarzneimittel (patentgeschützter Markt)
      • Ersetzungsausschluss vorgenommen
        (= gesetzte aut idem-Kennzeichnung)
      • Fertigarzneimittel der Substitutionsausschlussliste
      • biotechnologisch hergestelltes Fertigarzneimittel, dessen Austausch nicht durch den G-BA geregelt ist.
    • Generikamarkt
      Falls der Importmarkt nicht betroffen ist, ist der "Generikamarkt" / "generische Markt" betroffen. In diesem Fall werden Importarzneimittel wie Generika hinsichtlich der Austauschregeln behandelt.

Im Importmarkt gelten neue Regeln zur Ermittlung der Preisgünstigkeit (15/15/5- statt 15/15-Regel und ggf. wird der Festbetrag herangezogen zur Ermittlung der Preisgrenze, ab wann ein Import als preisgünstig gilt.)
15/15/5-Regel:
Ein Import gilt als preisgünstig, falls der für den Versicherten maßgebliche Abgabepreis der Packung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rabatte

  • bei einem Abgabepreis bis einschließlich 100 € einen Preisabstand von mindestens 15 %,
  • bei einem Abgabepreis von über 100 € bis einschließlich 300 € einen Preisabstand von mindestens 15 €,
  • bei einem Abgabepreis über 300 € einen Preisabstand von mindestens 5 %

unterhalb des Preises des Referenzarzneimittels einnimmt.

Im Generikamarkt werden bei der Ermittlung der Preisgünstigkeit zukünftig die "gesetzlichen Rabatte" (Abschläge nach § 130a Absatz 1, 1a, 2, 3a und 3b SGB V) berücksichtigt.
Falls kein rabattbegünstigtes Arzneimittel vorhanden ist, stehen im Generikamarkt zukünftig nur die vier im GKV-VK preisgünstigsten Fertigarzneimittel zur Auswahl. (Vorher: Rahmenvertrag § 4 Absatz 4: "Kommt eine vorrangige Abgabe rabattbegünstigter Arzneimittel … nicht zustande, … stehen … die drei preisgünstigsten Arzneimittel … und … zusätzlich das namentlich verordnete Arzneimittel oder ein importiertes Arzneimittel nach Maßgabe des § 5 zur Auswahl …").

Wo kann ich den Rahmenvertrag einsehen?

Der Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V ist ein zentrales Regelwerk. Er wird zwischen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und dem Deutschen Apothekerverband e.V. (DAV) geschlossen und enthält alle wichtigen Regeln zur Arzneimittelversorgung GKV-Versicherter und zur Abrechnung zwischen Apotheken und gesetzlichen Krankenkassen.

Sie können den vollständigen Vertrag auf der Website der ABDA unter diesem Link einsehen.

Bin ich mit Pharmatechnik gut auf die Änderungen zum 01.07.2019 vorbereitet?

Ja! PHARMATECHNIK hat frühzeitig nach Bekanntwerden des geänderten Rabattvertrags die Änderungen in den Systemen IXOS und XT umgesetzt. Wir haben großen Aufwand betrieben, damit Sie bestens darauf vorbereitet sind.

Wir bitten Sie, sich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern mit den Auswirkungen des „neuen“ Rahmenvertrags vertraut zu machen. So tragen Sie maßgeblich zu einem reibungslosen Übergang bei (siehe „Wie unterstützt mich PHARMATECHNIK?").

Haben Sie Fragen?